00:00:00: Sag mal, Britta.
00:00:01: Bist du auch so aufgeregt?
00:00:03: Ja total!
00:00:05: Wir nehmen diese Folge nämlich live im Museum auf.
00:00:08: also wir wurden eingeladen die Sammlung wird vor Ort anzuschauen und hier gibt es richtig viel zu entdecken.
00:00:14: Wir freuen uns riesig drauf.
00:00:17: ja und wir sind gerade voll in unserem Kunst Nerd-Modus angekommen und hoffen es kommt drüber.
00:00:23: aber lass uns zuerst einmal die Sammlung wird vorstellen.
00:00:26: sie hat nämlich eine spannende Geschichte die uns unter anderem auch in die Schweiz führt.
00:00:32: Ja, genau!
00:00:33: Hinter der Sammlung steht nämlich Reinhold Wörth, der Schraubenkönig aus dem Schwäbischen sozusagen.
00:00:40: Er hat in den neunzehntsiebziger Jahren angefangen Kunst zu sammeln und was damals eben mit einzelnen Bergen begann es heute eine der größten privaten Kunstsamlungen Europas.
00:00:52: Und was ich daran besonders finde... Die Sammlungen ist nicht im klassischen Sinne ein abgeschlossenes Museum.
00:00:58: Sie ist gewachsen und wächst immer noch, also parallel zu einem Unternehmen und parallel zu einer Biografie.
00:01:05: Ja und ich finde es geht hier nicht ausschließlich darum Kunsthistorische Meisterwerke zusammen sondern auch um den persönlichen Zugang zur Kunst
00:01:14: Und was daraus eben entstanden ist so?
00:01:18: Also man kann das eigentlich als eigenes Wirt-Museums Netzwerk beschreiben
00:01:24: ja voll Und natürlich mit verschiedenen Standorten.
00:01:27: Also wir sind jetzt heute in Deutschland, aber eben auch in der Schweiz gibt es Standorte Italien, den Niederlanden ja und noch ganz vielen anderen Orten in Europa.
00:01:37: Die Idee dahinter ist ziemlich klar Kunst soll allen zugänglich sein also nicht nur einem Fachpublikum sondern eben allen!
00:01:45: Das finde ich wunderschön weil die Eintritte in die Museen alle gratis sind.
00:01:51: das finde ich einfach wunderbar.
00:01:53: Also ein großes Dankeschön an Herrn Württ.
00:01:57: Und hier in der heutigen Folge von Kunst und Knackig schauen wir uns den Hauptstandort an, er ist im Künstelsau Geisbach.
00:02:07: Das ist in der Nähe von Heilbronn, um das so ein bisschen einzuordnen.
00:02:10: Hier gibt es auch schon verschiedene Museumsgebäude und einen Skulpturenparken.
00:02:32: Ja herzlich willkommen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre!
00:02:35: Wir befinden uns gerade im Museumwürtt II und laufen durch die Ausstellung Focus neue Blicke auf die Sammlung.
00:02:42: Die Sammlungen reicht von der klassischen Moderne bis heute, also der zeitgenössischen Kunst.
00:02:48: Jetzt werden wir dann gleich mit euch durch die Ausschelung laufen und euch erzählen was wir gerade sehen.
00:02:54: aber keine Angst das geht jetzt nicht fünf Stunden auch wenn wir das wahrscheinlich locker hinkriegen würden.
00:02:59: Wir werden für euch ein paar wenige Werke auswählen Und danach gibt es ein Interview mit der Co-Kuratorin und der stellvertretenden Direktorin des Museums.
00:03:11: Mit Frau Dr.
00:03:11: Elsen tauchen wir dann noch etwas tiefer in die Kunst ein.
00:03:16: Die Ausstellung ist aufgeteilt in einzelne Themengebiete, wie zum Beispiel Abenteuer der Malerei oder Zwiegespräche zwischen Geometrie und Figuration.
00:03:30: Hat das Sehen ein Geschlecht, also Male-Gaze, Female-Gase?
00:03:34: Also in jeder Kohe oder in jedem Abschnitt wird eine Frage gestellt.
00:03:39: Ja wir haben Fragen wie schauen Männer anders als Frauen?
00:03:43: was ist der Unterschied zwischen sehen und erkennen?
00:03:46: oder ist Kunst politisch?
00:03:49: Und hier direkt am Eingang kann das ja reingekommen sind, schauen wir schon auf so zwei riesige monumentale Bilder.
00:03:57: wow!
00:03:58: Das Thema Malerei findet sich hier ganz toll und perfekt.
00:04:01: Und vielleicht aber auch unerwartet wieder, denn da hängt zum Beispiel ein riesiger Graubner.
00:04:06: Toll!
00:04:07: Ich liebe seine Kissenbilder.
00:04:09: Also etwas genauer für die Zuhörenden – Gott hat Graubners Bilderragen immer ein bisschen in den Raum hinein.
00:04:16: Dieses hier ist von neunzeitzechsundachtzig und gehört zu seiner Serie der sogenannten Farbraumkörper.
00:04:23: Damit man sich das genauer vorstellen kann, er unterfüttert die Leinwand mit so einer Synthetik-Watte und dann trägt der Acrylfarben auf.
00:04:34: Was hier hängt in Würth ist vorherrschend Violett und dieses Kissen mit der Watte drunter unter dieser Leinband saugt es alles noch richtig mit auf.
00:04:43: also diese Farbschichten überlagern sich und scheinen ein bisschen durch.
00:04:48: ja und das Ergebnis ist irgendwie kein Bild im klassischen Sinne.
00:04:50: Es ist wie ein Körper Also so rund dreißig Zentimeter dick, soweit ragt es dann auch von der Wand weg quasi.
00:04:58: Ja finde ich auch ganz toll!
00:05:00: Und dann haben wir daneben ein wirklich sehr dunkles Bild und das ist noch monumentaler als das von Graubne.
00:05:07: Wir sehen zwei weiße Figuren auf schwarzem Grund.
00:05:11: Die eine ist auf dem Kopf und die andere liegt ein bisschen quer in der Mitte der linken Bildhälfte.
00:05:18: Das Bild stammt von Georg Baselitz, der ja vor kurz mit achtundachtzig Jahren verstorben ist.
00:05:23: Baseliz war einer der wichtigsten deutschen Male seiner Generation und er war quasi der Star der Nachkriegskunst.
00:05:30: Wenn wir hier länger hingucken – das muss man eigentlich bei Baselits auch um seine Werke zu verstehen – dann kann man echt total viel entdecken.
00:05:38: Also sein Markenzeichen ist ja dass alles auf den Kopf gestellt ist, seine Figuren Und das Werk, das wir jetzt hier vor uns haben, d.h.
00:05:49: an der lusische Gitarre ist von dem Jahr zwanzigundzwanzig und hat wirklich diese unglaublichen Ausmaße von drei auf über vier Meter!
00:05:57: Also es ist Wahnsinn wenn man davor steht und so dunkel ist es ja auch.
00:06:01: Ja und er beschäftigt sich hier mit seiner eigenen Vergänglichkeit aber auch derjenigen seine Frau weil bei den beiden Figuren handelt es sich nämlich um seine Frau.
00:06:12: Wenn wir jetzt genauer hinsehen entdecken wir, dass die rechte Figur deutlicher zu erkennen ist.
00:06:18: Also mehr Farbe hat als die linke.
00:06:20: Baselitz hat auf einer anderen Leinwand die Figur gemalt und dann die Leinwand umgedreht und sie quasi so ein bisschen salopp gesagt auf die erste Leinband geklatscht.
00:06:32: Und damit könnte man dann theoretisch soweitermachen bis keine Farbe mehr übrig ist.
00:06:38: aber er stellt sich die Frage was bleibt?
00:06:41: also was bleibt von uns übrig?
00:06:44: Ja toll, wenn man das erstmal weiß finde ich die Arbeit wirklich total tiefgründig.
00:06:50: Also im wahrsten Sinne des Wortes kann man das ja auf seine Frau übertragen, die er darstellt oder auf ihn auch oder auf uns alle eigentlich.
00:06:59: also ab einem bestimmten Alter werden wir quasi weniger.
00:07:05: Ja voll interessant und ich sehe gerade drei Bilder von Gerhard Richter.
00:07:11: Ah, noch ein Star der nachkriegt.
00:07:15: Ein deutscher Malastar ja...
00:07:17: Was wir hier sehen das ist ein Bild mit einem Haus und das ist ganz typisch mit diesem Sfumato gemalt.
00:07:25: also er malt einen Motiv total realistisch.
00:07:28: es sieht schon fast aus wie ein Foto und dann verwischt er es aber absichtlich also noch bevor die Farbe getrocknet ist.
00:07:37: Und nebenan sehe ich ein graues Bild, das finde ich auch ganz cool.
00:07:41: Weil hier hat er mit seinen Fingern die Farbe verstrechen.
00:07:44: also... Ich glaube es muss unglaublich viel Spaß gemacht haben!
00:07:48: Ja, das weckt total Kindheitserinnerung direkt ne?
00:07:54: Und jetzt stehen wir hier um die Ecke in einem neuen Abschnitt für einen Bild, dass auch für die Sammlung wird relativ Neues und zwar vor Lewis Courint, ein liegender weiblicher Akt von.
00:08:07: Also wir befinden uns jetzt hier in der Koje.
00:08:10: Die fragt, ist der männliche Blick ein anderer als der Blick einer Frau?
00:08:15: Und der Akt von Louis Corrine ist so'n Quer über das Bild liegende Frau aber die Beine sind abgeschnitten am rechten Bildrand.
00:08:25: also Corrine hat das sehr fleischlich gemalt wirklich richtig virtuos, strahlt so präsent auch irgendwie und natürlich Voll das klassische Thema, ein liegender Frauenakt.
00:08:38: Gibt es seit Jahrhunderten?
00:08:40: Ja und Corinne bedient sich dem auch.
00:08:43: also das Bild ist wahnsinnig erotisch sinnlich gefällig.
00:08:48: aber gleichzeitig habe ich das Gefühl stimmt da was nicht diese Augen die irritieren mich extrem.
00:08:53: was meinst du Britta?
00:08:56: ja das stimmt ähm...die schläft nicht.
00:08:58: ne also ihre Augen sind nicht geschlossen sie hat die Augen offen und die sind auch noch leicht gerötet.
00:09:03: Das repetiert wirklich irgendwie.
00:09:06: Normalerweise wird der liegende Akt von den männlichen Malern eigentlich schon traditionell gerne mit geschlossenen Augen gemalt, damit er betrachter das dann halt auch in Ruhe genießen kann ohne dass er den Blick erwidern muss.
00:09:18: aber hier ist es ein bisschen anders.
00:09:20: Ja wobei sie schaut uns ja auch nicht direkt an, aber sie ist präsent.
00:09:24: also man kommt nicht unbeobachtet davon.
00:09:27: das finde ich spannend.
00:09:29: und die roten Augen die stehen im Zusammenhang mit der Geschichte die hier abgebildet wird Es ist nämlich nicht einfach ein Aktbild, sondern Corinne malt die Frau Potifas, die Josef verführen will.
00:09:41: Also das ist eine Geschichte aus dem alten Testament.
00:09:43: Die Frau von Potifah begehrt den Sklaven ihres Mannes aber der Sklave weist sie zurück und dann beschuldigt sie den Unschuldigen der Vergewaltigung.
00:09:54: ja und dann wird der Sklave bestraft, sie aber nicht.
00:09:58: Was für ne Geschichte auch?
00:09:59: Unglaublich!
00:10:00: Ich kannte dich vorher so gar nicht Ja, und wenn wir uns jetzt umdrehen aber immer noch hier stehen bleiben.
00:10:06: Und dann haben wir Korinth im Rücken und dann steht dagegen über.
00:10:08: im Raum also liegt muss man eigentlich sagen eine Branche und zwar von Hans-Joseph Sohn.
00:10:15: auch ein liegender Akt ohne Titel von neunzeigundseitig übrigens.
00:10:20: diese Frau ist Überlebens groß die Licht eigentlich so.
00:10:24: ganz entspannt möchte ich sagen hier im Raum Also auch wieder ein weiblicher Akt aber irgendwie ganz anders.
00:10:31: Ja, da ist so keine Erotik und keine Einladung vorhanden.
00:10:35: Sie stützt den Kopf auf ihre rechte Hand und scheint einfach in den Raum zu blicken.
00:10:41: Die Frau braucht wie kein Betrachter.
00:10:43: also sie existiert einfach, sie ist einfach da!
00:10:46: Ja genau und sie dient nicht so sehr der männlichen Blick sondern... Genau, sie isst einfach da wie du gesagt hast.
00:10:53: ja zwei legende Frauen fünf Meter auseinander sag ich mal.
00:10:56: schätzungsweise aber sind liegen ein paar Welten dazwischen ne?
00:11:00: Ja krass Ja und jetzt freuen wir uns sehr, dass wir mit der Kokuratorin und der stellvertretenden Direktorin der Sammlung Wirt Dr.
00:11:07: Beate Elsen-Schwedler sprechen dürfen nachdem sie uns eine Führung durch die Ausstellung gegeben hat.
00:11:20: Ganz ganz toll das wir heute hier sein dürfen.
00:11:22: Wir sprechen heute in der Sammlung Wirt, wir sind im Museum Wirt II Mit der Frau Dr.
00:11:28: Beatel Elsen Schwedler.
00:11:31: Herzlich willkommen.
00:11:32: Danke für die Einladung.
00:11:33: herzlich Willkommen bei unserem Podcast Kunzelknackig.
00:11:37: Genau, wir sind gerade durch die Ausstellung Fokus gelaufen und haben uns die unglaublich tollen unterschiedlichsten Kunstwerke angeschaut.
00:11:44: Wir haben eine ganz tolle Führung bekommen von Ihnen Freisen und sitzen jetzt nochmal zusammen um eben ein bisschen das Revue passieren zu lassen und uns noch mal drüber zu unterhalten und vielleicht anhand schon ein paar Fragen nochmal ein bisschen dedizierter durchzulaufen.
00:12:00: Ja mich würde es ja wundern nehmen Sie haben ja diese Ausstellung jetzt schon zig Mal gesehen.
00:12:05: Gibt es ein Werk, wo Sie immer und immer wieder stehen bleiben?
00:12:09: Haben Sie einen Lieblingswerk oder gibt es eine Faszination für ein bestimmtes Werk?
00:12:15: Es gibt nicht das eine Stück von dem ich jetzt sagen würde.
00:12:19: Das ist mein absolutes Lieblungswerk!
00:12:21: Das hängt ein bisschen auch von der Tagesverfassung vielleicht ab.
00:12:26: Aber
00:12:27: ich bin immer wieder fasziniert von bestimmten Formaten beispielsweise.
00:12:32: Wir haben vorhin von einem großen Bild von Georg Baselitz gestanden, was eigentlich sehr duster ist mit dem schwarzen... Also über vier Meter breit, schwarzer Bildgrund und einfach zwei weiße Figuren drauf.
00:12:44: aber wie?
00:12:45: Wie sehr mich dieses Bild berührt.
00:12:48: Ja, Sie haben es ja auch wirklich sehr schön erklärt.
00:12:50: Das haben wir jetzt beim gemeinsamen Durchgang gar nicht so wahrgenommen.
00:12:54: Genau ich war allzu schnell bereit Basilditz ein bisschen links legen zu lassen und fand jetzt auch ihre Erklärung nochmal so erhellend sowohl was die Machart betrifft denn ich finde immer den Arbeitsprozess total spannend Und ich wusste nicht dass dieser Applatschtechnik dahinter steckt Und auch überhaupt so seine Geschichte und sein Werderkrank.
00:13:14: Ja, er hat mich sehr erhältlich noch mal und lässt mich Baselitz wieder am Licht schwimmen.
00:13:22: Wenn Sie jetzt nicht Kokoratorin wären und sie einfach aus normalen Besuchern durch die Ausstellung gingen... Was würde Ihnen als erstes ins Auge springen?
00:13:32: Also wäre das wieder diese Baselits oder vielleicht ein Konzept hinter der Ausstellung?
00:13:38: Ich würde mich vielleicht von diesen Fragen leiten lassen.
00:13:41: Wir haben ja in jedem Raum so Wandtexte übrigens in zwei verschiedenen Versionen, sprachlich in zwei verschiedene Versionen.
00:13:50: In unserer üblichen Museumssprache möchte ich es mal nennen und dann noch eine Fassung in einfacher Sprache.
00:13:57: Und das ist jeweils versehen mit einer Frage an den Raum.
00:14:01: Das sind die Fragen, die wir als Kuratorin uns gestellt haben.
00:14:04: Ich glaube Wenn ich es entdecke, neugierig machen.
00:14:07: Worum geht's denn jetzt möglicherweise hier in diesem Raum?
00:14:11: Es gibt keine vorgeschriebene Laufrichtung.
00:14:13: also man macht nichts falsch wenn man sich für einen anderen Weg entscheidet und es gibt sehr viele schöne Blickachsen in dieser Ausstellung.
00:14:22: Ich glaube, ich würde versuchen das so auf mich zukommen zu lassen wohin der Blick mich zieht.
00:14:28: Das
00:14:29: ist mit der einfachen Sprache, das finden wir beide auch wirklich sehr schön.
00:14:32: Ich finde das braucht's dringend
00:14:34: Ja, genau.
00:14:35: Hat uns direkt überzeugt und wir haben ja auch aus anderen Beispielen schon mal gelernt wie schön es ist, obwohl wir der Anderen Sprache auch mächtig sind und die verstehen als Kunsthistorikerinnen sowieso... Es ist total angenehm manchmal eine einfache Sprache, eine erste Anhörung an ein Kunstwerk zu haben um dann darauf auf so einem Basisverständnis wiederum aufzubauen und noch mehr zu verstehen.
00:14:59: also ganz toll dass das Museum führt jetzt auf einfache Sprache geht, fanden wir auch schön.
00:15:05: Auch die Fragen, die sie eingeteilt haben waren sehr erhellend finde ich weil es schön ist nicht einfach nur Sie haben schon glaube ich auch erklärt eine Aussage vorgesetzt zu bekommen sondern man kann die Frage wunderbar als Inspiration in diese einzelnen Bereiche nehmen und mit dieser Frage im Kopf schaut man wahrscheinlich schon auf das ein oder andere Werk auch noch mal bisschen unterschiedlicher.
00:15:29: Schön fand ich es auch bei der Abteilung, wo's um den Mailgaze und den Filegaze geht.
00:15:34: Also sie fragen ja ob man unterschiedlich schauen kann als Mann oder Frau?
00:15:38: Oder ob der Blick einfach unterschiedlich ist?
00:15:40: Würde man ja heutzutage sagen na klar logischerweise ist der Mailgase ein ganz anderer!
00:15:45: Und mit dem Beispiel von dem liegenden Akt von Luis Corvint könnte man das ja auch wunderbar sehen.
00:15:51: Das ist herrlich gegenübergestellt einer skulptur eine riesengroßen Skulptur Josefson und da haben sie auch darauf hingewiesen, wie unterschiedlich diese beiden nackten liegenden Frauen auch wahrgenommen werden können.
00:16:03: Also wenn wir jetzt sowieso Brainstorm sind habe ich gerade gedacht könnte man vielleicht auch die Cecily Brown nochmal als Beispiel mit dieser Paradies-Szene weil das Bild auf der einen Seite auf den ersten Blick ja so offen ist also dass man es erstmal so als Abstraktion wahrnimmt und dann Die Möglichkeit hat alles mögliche zu entdecken.
00:16:25: Ja, das ist einfach wirklich je länger.
00:16:27: Also ich drauf geschaut habe, dass du mehr habe ich entdeckt.
00:16:29: und jetzt den Abzuhl.
00:16:30: Ich hab ihn glaube ich auch gestern nicht gesehen.
00:16:32: also es war jetzt wirklich erst als wir mit ihnen durchgegangen sind.
00:16:35: dann plötzlich kam hier ein Tier dort was und dann zuerst habe ich eigentlich nur den Kopf der Eva gesehen und plötzlich dann den ganzen Köpfe.
00:16:43: Also muss ich die Details sehen.
00:16:47: Genau,
00:16:47: also diese Idee dass man mit einem ganz kurzen Blick oft eine Schublade öffnet und ein Bild da rein parkt und die Schublate vielleicht auch wieder schließt... Also wenn du sie lieb raunen könntest, dann denkst du ja gut es ist schon ein bisschen lag viel abstrakte Linien und Flechter drauf rum.
00:17:01: Ich möchte mich jetzt gar nicht so viel Mus oder Zeit.
00:17:04: Wir sind davor stehen geblieben und Sie haben ganz viel erklärt und uns Sachen gezeigt.
00:17:07: Und dann haben wir noch länger geguckt genau und irgendwelche Tiere als ein Pferd.
00:17:12: Was war das um den Eich und dem Biber?
00:17:13: Es konnte alles mögliche am putzigen Tierchen gewesen sein.
00:17:16: Ja, Adam und Eva haben wir gestern in Gänze auch nicht gesehen.
00:17:20: Also ein Appell an dieser Stelle sich wirklich Zeit zu nehmen und länger zu schauen auf einem Bild Sich einzulassen
00:17:28: Das ist diese Ausstellung sowieso.
00:17:30: also ich denke dass es ohne dazu sehr dozierend zu wollen, aber das ist wirklich so ein vorführendes Kunst einfach zeitbar ansprucht.
00:17:40: Immer auch das Recht dazu hat, dass man ihr Zeit einräumt weil sonst so viel verloren geht an Dingen die interessant sind.
00:17:49: und es sind sehr viele Werke dabei, denen man sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise annähern kann.
00:17:56: also bei Cecilia Browns und Barfriess ist kein besonders großes Format.
00:18:00: Es sind sicher sehr viele Werke, die dahängen, die einem sehr viel mehr ins Auge springen.
00:18:04: Weil sie vielleicht leuchtender sind oder einfach ein anderes Format haben oder irgendwas was man sofort erkennt als Kernmotiv.
00:18:13: Bei ihr ist es so dass es eine sehr elegante Farbigkeit hat aber sehr abstrakter herkommt.
00:18:20: und wenn man dann eben näher sieht und vielleicht auch guckt wie heißt das Bild?
00:18:25: Und dann liest man Study After Paradise Denk mal, Moment mal, Paradies.
00:18:30: Da war doch was!
00:18:32: Und dann bietet sie einem eigentlich unglaublich viel an so dass man selber im Kopf ergänzen kann und man auch ein bisschen kramen kann.
00:18:40: Was erinnere ich mich denn da?
00:18:42: Das finde ich eigentlich sehr schön.
00:18:43: Wir haben ja auch eine Sammlung mit alten Meistern und es ist ja oft so das nach einem ganz bestimmten Prinzip gesehen gestaltet worden also wie... Was weiß ich, wie eine Kreuzigung eben auszusehen hatte.
00:18:58: Wer steht links?
00:18:59: Wer steht rechts und so weiter und sofort?
00:19:03: Und in welche Größe... Ja ganz genau!
00:19:04: Und der Bedeutungsmaßstab und das ist ja nur vordergründig so dass man sofort versteht worum es da geht.
00:19:11: also weil es eben sehr festgelegt war hier scheint auf den ersten Blick alles ganz offen zu sein aber man kann eben ganz viel zutage fördern, was man vielleicht doch irgendwie so ganz tief abgelegt hatte.
00:19:24: Und gerade sowas wie die Paradies-Szene.
00:19:27: Gott erschafft die Welt das hat ja jeder schon mal gehört.
00:19:30: und Adam und Eda und Eva und der Apfel dann vielleicht sogar die Konsequenzen daraus.
00:19:36: wir leben alle nicht mehr im Paradies.
00:19:38: also man kann da so richtig ist
00:19:40: Ja, das ist schön wenn man auch so was trinken kann ins Bild.
00:19:43: Ich finde die herangehensweise quasi erstmal auch ohne irgendetwas zu lesen, auch ohne den Titel zu lesenein, was ich auf dem Bild einzuleißen.
00:19:50: Dann ist man auf jeden Fall offener dabei Sachen zu suchen und dann haben sie ja auch erst gesagt dass der Titel eben mit dem Paradies zu tun hat.
00:19:58: und dann fängt man ja nochmal an eine ganz andere Richtung zu denken und ist dann aber erstmal eingeschränkt im Suchen, aber entdeckt auch nochmal wieder viel mehr auf dieser breiten Basis.
00:20:08: Also es eigentlich eine wunderbare Herangehensweise erst mal ganz offen drauf zuzugehen und dann vielleicht mit dem Titel noch einmal genauer zu suchen.
00:20:16: Und insgesamt hat man ja finde ich ganz oft sowieso mehr davon wenn man einige wenige Bilder sich ganz genauer anschaut als wirklich alle sehen zu wollen obwohl das ja ganz oft der Anspruch ist.
00:20:29: Aber bei einigen will dann einfach sehr viel länger stehen zu bleiben.
00:20:32: Es ist immer erhältender, glaube ich.
00:20:34: Also kleiner Bild
00:20:35: noch mal
00:20:36: in der Zeit.
00:20:37: Guckt euch das genauer an!
00:20:38: Was
00:20:38: wir jetzt auch vor dem Art-Event haben... Jetzt fällt mir das Bild von Richter wieder ein.
00:20:43: Wir hatten ja so ein graues Bild und wir sehen ihm seine Fingerspuren darauf.
00:20:48: Und wir hatten uns das beide viel größer vorgestellt wenn man seine anderen Bilder halt kennt.
00:20:53: Und ich fand das extrem, es hat mich halt so fixiert weil ich dann selber mit meinem Finger auch drin herumfahren wollte.
00:21:01: Ja das ist ein tolles Beispiel eigentlich für als wäre mir da verschiedene Werke von Richterhängen die jetzt sich sagen die ganze Palette aber doch einiges von seiner technischen Palette vorführt ihr im Laufe seines Malerlebens so ausprobiert hat oder immer mal wieder aufgegriffen hat.
00:21:19: Und für ihn ist es ja immer ein Thema, was Malerei bedeutet.
00:21:23: Was Malerei kann?
00:21:25: Was Malerei vielleicht noch alles kann und was Malereih vielleicht von anderen Techniken auch unterscheidet.
00:21:33: Bei einem Maler wie Gerhard Richter, von dem wir alle wissen, was er beherrscht und drauf hat, dann so eine Fingermalerei zu sehen – das ist ja auch etwas sehr berührendes.
00:21:43: Und Fingermeilerei ist wahrscheinlich somit das Erste, dass man selbst ausprobiert, wenn man als Kind anfängt zu malen.
00:21:51: Sie hat mir erzählt über die Geschichte, dass er das in der Wassersuppe hatte...
00:21:56: Auf dem Teller irgendwie braune Soße mit den Fingern in der Soße rummalt und aber das ist wahrscheinlich was, was jeder selbst auch schon mal ausprobierte oder im Sonn malen, was auch immer.
00:22:08: Also es hat ja auch etwas Extremesinnliches feiert eigentlich die Malerei.
00:22:14: Und das ist etwas, was man vielleicht auch selbst wie gesagt, also wo man sich vielleicht auch an eigene Erfahrungen mit Malerei erinnern kann.
00:22:23: Das muss dann gar nicht so hoch aufgehängt sein wenn man von einem großen Meisterwerk steht und ist mir natürlich ergriffen ob der ja ob der große Könnerschaft aber es macht natürlich auch zur gleichen Riesendistanzen, weil mein genau weiß Gott, das ist sehr großartig!
00:22:38: Aber das hat mir selbst wenig zu tun.
00:22:42: Und so dieses graue Bild mit der Fingermalerei bringt einem vielleicht zurück, an eigene Momente.
00:22:51: Den man auch gemalt hat ohne sich über sowas überhaupt Gedanken zu machen und auch noch mal zu reflektieren wie schön Malerei an sich überhaupt ist als Vorgang.
00:23:01: Man ist auch schild das Richter sich selber dann quasi nochmal... wie gar nicht so ernst nimmt, indem man selber einfach nachdem er ja schon sowieso seit Jahrzehnten so bekannt ist mit dem Finger mit grauer Farbe mal aus einem kleinen Format.
00:23:17: Ja insgesamt ist uns aufgefallen beim Laufen durch die Ausstellung Fokus dass wir... Wir haben es vorher den Katalog angeschaut und haben auch auf der Webseite uns erkundigt.
00:23:26: Wie wichtig es aber ist, ist uns aufgefallen als wir in der Ausstellung standen wirklich vom Original zu stehen.
00:23:31: Also wir haben bei mehreren Werken ganz eindeutig festgestellt dass unsere Wahrnehmung wenn man's auf dem Computerbildschirm sieht oder auf Papier in den Katalogs sieht einfach eine ganz andere ist.
00:23:43: Man packt seine eigenen Erfahrungen und Vorstellungen mit dazu Und hat dann so ein festes Bild.
00:23:47: und in der ausstellung vor dem original haben Wir gesehen das entweder viel größer oder viel kleiner viele Plastischer oder die Farben machen im Raum und zusammenspielen mit den anderen Sachen nochmal.
00:24:00: Was ganz anderes, das erlebe ich sehr oft.
00:24:03: Und diesmal fand ich es ganz besonders auffällig, dass es so viele Werke gab bei denen das war.
00:24:08: Ohnehin ist es so... Es geht auch uns immer so wenn wir aus Stimmen machen oder Werke aussuchen selbst bebildern, wie wir jetzt in der Malerei sind, die wir schon x-mal gesehen haben oder vielleicht auch gezeigt haben verblüffend untergreifend ist, wie schön bestimmte Farben sein können oder wie sehr ein bestimmter Farben berühren kann.
00:24:28: Oder dass man manchmal Farben entdecken kann auf Bildern, die man einfach noch nicht gesehen hat.
00:24:33: Auch durch die Paarung, die dann wirklich entsteht?
00:24:35: Kannst du dir einen Beispiel nennen bei welchen Bildern Ihnen das so gegangen ist?
00:24:39: Wo sie gesagt haben ach guck mal, die hängen jetzt auf einmal nebeneinander was macht das?
00:24:43: Ja wir haben ja auch ein Thema in dem es um Figur und Geometrie geht.
00:24:49: Das ist ja so ein kleiner Parcours, den wir machen.
00:24:51: Das geht bei Gormley schon los.
00:24:53: Der so als vitruvianischer Mensch auf der Erde liegt und dann geht man raumweiter.
00:24:58: Und dann haben wir quasi nur als Abbildung den vitruvanischen Menschen von Leonardo.
00:25:05: Dann guckt man in die Spiegel von Daniel Börenn und kann selbst ausprobieren wie das ist.
00:25:10: Kommt da an zu einer ganzen Strecke von Geometrien möchte ich es mal nennen?
00:25:15: Da haben wir Josef Albershengen Und gleich daneben hängt ein Frühstbild von Norbert Adéu, so eine Schwangere die völlig ermattet da sitzt.
00:25:24: Man denkt natürlich, sie sitzt auf dem Sofa und tatsächlich sitzt sie im Grunde genommen in so einer Albe-Szenerie.
00:25:33: Das ist natürlich großartig also sowas dann auch festzustellen.
00:25:36: und das ist jetzt nicht nur so ein geschmecklerisches Naja... Die Farben passen irgendwie jetzt hängen was man nebeneinander sondern es hat wirklich miteinander zu tun.
00:25:44: Ein bisschen weiter weg hängt in mir Knöbeln und es ist die gleiche Zeit.
00:25:49: Also, die gleichige Generation, möchte ich mal sagen von Künstlern.
00:25:53: Und dann guckt man auch anders auf Picasso der danebenhängt.
00:25:56: Wir haben ja das große Glück dass wir sehr häufig so aus dem Rollen schöpfen können dadurch dass wir eine große Sammlung haben und uns dann eben auch erlauben können... Ich will jetzt nicht sagen gegen einen Kanon zu hängen aber vielleicht auch mal so eine Art Kanon, Seegewohnheiten querzulesen.
00:26:17: Und das macht natürlich große Freude und wir hoffen natürlich dass es unseren Besucherinnen und Besuchern Spaß machen zu sein.
00:26:24: So habe ich mir das noch nicht angeguckt!
00:26:27: Wir erleben's ja beim Kuratieren also die Maria Wirti, die Ausstellung ja auch kuratiert hat.
00:26:33: Ich bin fünfundsechzig.
00:26:36: Das ist natürlich auch eine Frage, wie guckt wer auf was?
00:26:39: Wie zeitgenössig es für mich ist, wie zeitgenöstisch es ist, so was wir wirklich für eine Kollegin die dreißig sind oder so... Also das ist so spannend zu sehen, auch für bestimmte Dejavers vielleicht wieder.
00:26:52: Wir sind da zwanzigtausend Werke haben Sie, das ist unglaublich!
00:26:56: Einanzwanzig sind sie mittlerweile
00:26:58: Wahnsinn.
00:27:00: Wie konzipiert man denn seine Ausstellung bei so vielen Werken?
00:27:03: Also gibt es da bestimmte Auswahlkriterien, die sie dann zusammen mit Maria festgelegt haben oder...
00:27:10: Wir haben uns schon natürlich bestimmte Themen überlegt aber der Ausgangspunkt war im Grunde der dass wir gesagt haben wir möchten eine Ausfall von für uns spannende Neuerwerbung zeigen Aber eben nicht so im luftleeren Raum zeige, was du hast.
00:27:26: Sondern wir wollen die natürlichen Beziehung setzen zur Sammlung und sehen, was passiert wenn die Werke aufeinandertreffen mit Werken, die wir schon immer in der Sammlungen hatten?
00:27:37: Ob wir dann auch einen neuen Blick kriegen auf das von dem wir glaubten, dass kennen wir gut oder ob dann irgendwie etwas anderes passiert.
00:27:44: und eigentlich rund um diese jeweils neuen Werke haben wir uns diese Fragen überlegt oder diese Kontexte, die sich manchmal auch ergeben haben erst dadurch dass wir dann diese Werke zusammen hatten.
00:27:59: Also da gab es dann auch Überraschungsmomente?
00:28:01: Es gab für uns selber auch Überrassungsmomenten oder Situationen in denen man dann eine andere Richtung abbiegt.
00:28:09: Der ist wirklich total spannend dieser Ansatz weil einfach nochmal ein anderes herangehen an die bisherige Sammlung so ist und dann quasi alte Werke nochmal neu entdeckt in Zusammenhang mit den Neuerwerbungen, ganz unabhängig davon, in welchem Jahr sie jeweils entstanden sind.
00:28:25: Also es heißt immer so ein bisschen Hochtraben Dialog der Kunstwerk und dann wird das ja oft eben auch als zu elitärer Kunstjagd empfunden weil man denkt na mein Gott die Bilder unterhalten sich ja nicht.
00:28:36: aber wenn man's ein bisschen abstrakter sieht macht eben die Nachbarschaft was aus, wenn sie nebeneinander
00:28:42: hängen und absolut spielen
00:28:44: Farben oder Motive.
00:28:47: Einfach eine Rolle!
00:28:48: Wenn man ein ähnliches Motiv aber in unterschiedlicher Ausführungen nebeneinandersieht ist es einfach nochmal potenziert.
00:28:55: die Erweiterung der Vorstellung oder was man sich zu den Werken insgesamt noch überlegen kann und denken kann ja?
00:29:03: Und dann unterhalten Sie sich quasi eben doch und sind doch irgendwie im Dialog.
00:29:08: Und es ist ja auch so, dass viele Künstlerinnen und Künstlern – ich meine die gehen ja alle mit offenen Augen durch die Welt.
00:29:14: Und gucken sich auch Kunst an.
00:29:17: Und selbst wenn sie sich jetzt gar nicht in einer Position abarbeiten oder so aber dann haben Sie das ja trotzdem irgendwie gesehen und verinnerlich.
00:29:24: Das muss ja auch gar nicht so sein, dass man irgendwas vielleicht feiert und denkt, das mach' ich aus kann ja auch genau das Gegenteil sein, was wirklich Gutes will.
00:29:32: Also das ist jetzt genau das, was es nicht sein soll!
00:29:37: Das will ja Kunstgeschichte eigentlich.
00:29:39: Also was hat das alles miteinander zu tun?
00:29:42: Und also ich habe immer den Eindruck, wenn man sehr in der Gegenwart ist dann ist es natürlich klar dass man viele jetzt mal abgesehen von irgendwelchen Trends aber dass man natürlich vor allen Dingen sieht was sich sehr unterscheidet oder was vermeintlich gar nichts miteinander zutun hat.
00:29:58: Wenn man über ein paar hundert Jahre zurückgeht und man denkt jetzt was weiß ich Italien, Fünfzehntes Jahrhundert.
00:30:06: Dann kann er es dann auch irgendwie ein Schüler von sonst was sein, immer vielleicht namentlich gar nicht kennt.
00:30:11: aber man hat dann keine Mühe das irgendwie zuzuordnen und denkt auf einmal ja so weit ist das alles nicht auseinander?
00:30:18: Und ich denke mir dass wird später wahrscheinlich auch mal so seinen in zweieinhalb Jahren jemand sich jetzt die Gegenwart anguckt dann wird der gleich sagen können naja erste Hälfte, eine zwanzierhunderte
00:30:31: Der Name Fokus, der für diese Ausstellung jetzt gewählt wurde.
00:30:35: Wem ist er eingefallen?
00:30:37: Da haben wir eigentlich ein Team überlegt.
00:30:38: also wir hatten verschiedene Vorschläge und Fokus war eigentlich ein Wunsch sogar von Kollegen die sagten diese langen Titel immer das kann sich kein Mensch merken.
00:30:49: Wir wollen was Prägnantes Und im Fokus sollte eigentlich drin sein, dass man ruhig mal scharfstellen kann.
00:30:57: Dass man mal bestimmte Sachen ausblendet und sich mal konzentriert auf etwas eben auch diese Zeit die wir gerade schon angesprochen haben.
00:31:05: Dass du dich nicht mehr ablenken lässt sondern fokussiert auf was ganz Bestimmtes ist.
00:31:12: Darum geht's da.
00:31:13: Ah ja es sind auch schöne Assoziationen mit dem Fokus.
00:31:16: Das brannt ja übrigens sehr schön, das Wort Fokus vorne auf der wunderschönen Architektur von David Chipper fehlt.
00:31:22: Man kann es weit hinsehen.
00:31:25: Sieht auch toll aus.
00:31:26: Passt wunderbar zusammen!
00:31:27: Also wenn man durch den
00:31:28: Skulpturen
00:31:30: geredet wird... Mit gutem
00:31:31: Auge?
00:31:32: Ja,
00:31:32: mit gutem Hürfen.
00:31:33: Wenn man läuft durch die Skulpture und durchs
00:31:36: Grün,
00:31:37: kommt ans Museum mehr dran, sieht eben hinter diesen drei tanzenen Säulen von Toni Craig leuchtet's das Wort Focus oben auf dem Auf dem Bau, das alleine ist schon eine herrliche Begrüßung für uns als Besucher.
00:31:50: Na ja, für sie ist natürlich gelb auch die.
00:31:52: Ja und es
00:31:52: ist gelb!
00:31:52: Genau,
00:31:52: genau.
00:31:55: Aber es hat so ne Satbox allen, so ne Leichtigkeit.
00:31:58: auch darum ging's auch.
00:32:01: Was
00:32:01: ist hier neuester Zugang?
00:32:04: Ich weiß gar nicht ob ich das jetzt schon erzählen darf... Also jetzt innerhalb dieser Ausstellung.
00:32:11: der Toni Craig ist recht neu Im Belvedere, ja diese Türme.
00:32:18: Diese wunderbaren Türme Dann haben wir den Coach.
00:32:22: Witters
00:32:27: Kirchner
00:32:27: ist ein tolles Bild mit diesen beiden Streußen.
00:32:32: Da haben wir einen ganzen Raum zu still leben gemacht.
00:32:34: dann deswegen der Korrent Ist eine neue Arbeit.
00:32:40: Der Baselitz ist recht neu in der Sammlung.
00:32:44: Er ist unglaublich, dass Reinhold Wirt einfach bisher schon so viel Kunst gesammelt hat und das nach wie vor einfach weiter angekauft wird.
00:32:54: Hat er selber noch ... sucht er selber aus?
00:32:55: Und sagt dann auch hier, das finde ich toll!
00:32:57: Lass
00:32:57: mal ein
00:32:58: bisschen dazu nehmen und so umglaublich.
00:32:59: Absolut, es ist eine neunzig Jahre jetzt.
00:33:01: Ja.
00:33:02: Und hat noch so viel Energie sich mit Kunst zu beschäftigen und entdeckt immer was Neues und nimmt das in die Sammlungen auf.
00:33:09: also Ein Schatz, ein Konvolunt.
00:33:11: Ganz toll!
00:33:12: Ja ich glaube, dass er das nach wie vor auch als große Bereicherung empfindet.
00:33:16: Sind Sie da auch involviert?
00:33:18: Wenn ihr da Kunst aussucht...
00:33:20: Ja schon also gelegentlich
00:33:25: ja.
00:33:25: Und jetzt die letzte Frage noch wenn unsere Zuhörerinnen und Zuhöre die Ausstellung besuchen mit welcher Frage oder mit welchem Gedanken sollten sie jetzt idealerweise durch die Räume gehen?
00:33:37: Wahrscheinlich was kann alles Kunst sein heute?
00:33:40: Das ist ja so dein Motorbrett.
00:33:43: Mein Kunstblock heißt, was kein Kunst.
00:33:47: Weil ich auch immer finde das Kunst unglaublich viel kann.
00:33:49: Das ist diese Eingangsfrage in dem ersten Raum.
00:33:52: Was ist die Macht der Bilder?
00:33:55: Ja, es ist eine sehr schöne Frage und das
00:33:57: sind schöne Abschluss.
00:33:58: Wunderbar!
00:33:59: Also die Ausstellung Fokus dauert noch bis ... sagen Sie's nochmal im Schnell.
00:34:04: dauert noch bis zwei acht und zwanzig.
00:34:08: Wir haben eine sehr lange Laufzeit, die wir parallel dazu in der Eröffnung im Schäbeschall noch haben.
00:34:16: Und wir sind an sieben Tagen der Woche geöffnet...
00:34:19: Es ist übrigens immer kostenlos!
00:34:21: ...und der Eintritt ist frei.
00:34:22: Also Sie müssen sich nicht mehr die Öffnungszeiten merken.
00:34:25: Wir sind immer für Sie da.
00:34:27: Immer da und immer kostenloses.
00:34:28: Das ist ein wunderbares Service für alle Besucher.
00:34:30: Vielen
00:34:32: Dank.
00:34:33: Ja toll, dass Sie hier waren.
00:34:34: Vielen Dank Ihnen!
00:34:35: Hat uns viel Spaß gemacht.
00:34:45: Ah Britta das war einfach toll mega inspirierend.
00:34:48: Ja
00:34:48: voll.
00:34:49: Aber jetzt soll ich zu zweit sein muss sich zugeben Ich bin recht müde.
00:34:53: soviel Kunst also unglaublich.
00:34:55: ich glaube ich brauche gleich einen Kaffee und vielleicht auch ein Kuchen in der Cafeteria nebenan.
00:35:01: ja den Museumshop kann ich schon auch nicht auslassen.
00:35:04: oder was meinst du?
00:35:05: Kann ich dich überreden?
00:35:06: Auf jeden Fall unbedingt wenn sofort dabei.
00:35:08: Also ich muss sagen, das war wirklich total schön.
00:35:11: So belebend!
00:35:12: Wenn drei Kurzbegeisterte durch ein Museum gehen und sich gegenseitig anstecken... Wir haben wirklich viel gelernt, wir haben viel entdeckt, wir konnten viel diskutieren und sprechen.
00:35:24: toll.
00:35:25: Wir verlingen euch natürlich alle Werke die wir hier besprochen haben.
00:35:28: Wir verlinken euch die Sammlung Wirt und das könnt ihr alles wie immer in den Show Notes finden.
00:35:35: So könnt ihr uns nämlich quasi direkt durchs Museum folgen.
00:35:39: Und gleichzeitig will ich hier aber auch nochmal eine Lanze für die Museen und das Gefühl vor einem Original zu stehen brechen, also manche Kunstwerke wirken nicht richtig weil man die nur Katalog abgebildet sieht oder auf nem Display vom Handy oder PC Der Kraubner zum Beispiel der ist echt ein gutes Beispiel dafür.
00:35:57: da kann man gar nicht erkennen wie dass das so'n Kissenbild ist ne?
00:36:01: Ja absolut!
00:36:02: Oder das graue Bild von Richter Da dachten wir ja beide, dass es viel größer ist.
00:36:08: Es ist was anderes, wenn man Teil des Werkes wird, indem man sich beispielsweise in einem Kunstwerk
00:36:13: spiegelt.".
00:36:14: Und es gibt noch so viele tolle weibliche Positionen auch hier!
00:36:18: Also... Wir haben ein Bild von Maria Lasneckeseing, Senior Hausnaheng-Tier, die fand ich ja eh so toll ne?
00:36:25: Das Kulturant von Barbara Hepworth oder diese Säule von Eva Rothschild einfach wow.
00:36:30: und dann gibt's ja noch Bilder Norbert Tadeus, Roy Lichtenstein, Robert Longo, Markus Lüpert, Anthony Gormley.
00:36:39: Der hat mir auch total gut gefallen und es sind noch so viele Sachen mehr hier ausgestellt.
00:36:43: also wir könnten mindestens noch eine Stunde weiter reden oder fünf wie du vorhin gesagt
00:36:48: hast.
00:36:48: Machen wir aber nicht!
00:36:50: Wir wollen auch noch in das andere Museum, dass hier um die Ecke ist ja.
00:36:54: Ja, aber jetzt trage ich einen Kaffee.
00:36:56: und dann gehen wir ins zweite Museum Und zwar befindet sich dort eine Ausstellung über Gertrude Räum.
00:37:07: Ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
00:37:09: Jetzt haben wir gerade so viel Kunst in uns aufgesaugt... Wir brauchen jetzt mal ne Pause.
00:37:14: Das ist auch das Ende unserer Folge.
00:37:17: Wir haben wirklich viel erlebt und wir möchten uns ganz herzlich bei der Sammlung wird bedanken für die Einladung.
00:37:23: Die Sammlungen sind wirklich groß im So-Groß dass wir gar nicht alles anschauen konnten.
00:37:28: Aber wir möchten unbedingt die neue eröffnete Kunsthalle im Herbst besuchen Und natürlich auch das mit den alten Meistern verbinden, die sich dann gleich um die Ecke befinden.
00:37:37: Das ist dann wieder mehr mein Gebiet!
00:37:39: Ja genau, stimmt.
00:37:40: Das müssen wir unbedingt mal angucken.
00:37:41: Es sind Schwebeschall und dann gibt es zeitgleich eine Ausstellung über Anselm Kiefer.
00:37:48: also wir sind sehr gespannt und freuen uns voll da drauf.
00:37:52: Wie immer freuen wir uns wenn ihr unsere Bewertung gebt.
00:37:55: Also das hilft unseren Podcast wirklich gefunden zu werden.
00:37:58: Ja genau bitte bitte.
00:38:00: vielen Dank schonmal dafür.
00:38:02: Also tschüss zusammen.
00:38:22: Tschüß!