00:00:00: Sag mal Saskia, heute haben wir ein ungewöhnliches Thema.
00:00:04: Die Stille!
00:00:05: Also man denkt erstmal es passt gar nicht so zusammen denn die Kunst ist ja zum Angucken da und das andere verbindet man ja mit den Sinnen des Hörnens, ne?
00:00:15: Ja, das denkt man vielleicht zuerst.
00:00:17: aber Stille findet man auch in der Kunst und wird zeigen euch heute wie und wo.
00:00:23: Ja, spontan im Zusammenhang mit Kunst denke ich da an konzeptuelle Ideen.
00:00:28: Also zum Beispiel alles in Weiß das es irgendwie so reduziert und wirkt für mich immer still.
00:00:34: und sowohl Landschaften als auch abstrakte Kompositionen können glaube ich still sein während wir uns hier betrachten.
00:00:42: Und wenn sowas ganz doll reduziert ist also quasi fast leer und in gedeckten Farben gehalten ist finde ich's auch immer still Während so eine knallige Farbe für mich immer sehr laut ist.
00:00:55: Woran denkst du, Sosasker?
00:00:58: Also eigentlich ganz klassisch an Stillleben also im Sinne von Kraft im Stillen aber auch auf einige Landschaftsmalereien.
00:01:07: Wenn ich durch ein Bild in die Ferne gucken kann dann wird es irgendwie in mir drin ja so still.
00:01:13: Ja interessant!
00:01:15: Das sind zwei ganz verschiedene Ansätze einmal Stille im Bild und einmal auch die Stille in uns selbst.
00:01:22: Ja, genau.
00:01:23: Also viele Künstlerinnen und Künstlern haben die Stille bewusst als Thema oder als Mittel in ihre Werke gebracht.
00:01:29: also ich denke hier an Miroh oder auch an Abramovich, da sprechen wir gleich darüber noch.
00:01:35: bei Miroha ist es beispielsweise die Reduktion um Kontemplationen und innere Ruhe zu evozieren Und dann denke ich an einzelne Performances von Abramovic.
00:01:46: Die können Portale öffnen zu unserer eigenen inneren Welt.
00:01:51: Die Stille wird ja bei uns auch oft als Kontrast gesehen zu Lärm, Bewegung oder auch unserem stressigen Alltag.
00:01:59: Ja aber Britta wir haben ja eigentlich noch mehr Überraschungen!
00:02:01: Jaa haben wir...
00:02:03: Heute ist es mal wieder soweit.
00:02:04: Wir sind zu dritt und wir freuen uns so sehr dass wir immer wieder eine Gästin haben Michaela Frankenberger.
00:02:11: Die Michaela sind übrigens auf das Thema Stille gekommen.
00:02:15: Also los geht's.
00:02:33: Herzlich Willkommen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:02:35: Heute sind wir zu dritt und das ist immer eine ganz tolle Erweiterung für Kunst und Knackig.
00:02:41: Und Michaela, durch dich sind wir ja auf dieses wirklich sehr schöne Thema gekommen.
00:02:45: Erinnerst du Dich eigentlich noch daran wie das kam?
00:02:49: Ja doch!
00:02:50: Das war am letzten Herbst, wenn ich mich so richtig erinnere – das war kurz vor der Buchmesse.
00:02:55: Wir haben uns ausgetauscht zum Buch «Vor ein Glück der Stille», welches sich hier auf Instagram vorgestellt hatte und das Thema hatte Dich sofort angesprochen Und dann hattest du diese Idee, also diese Podcast-Idee und mir wurde da so ein bisschen seltsam.
00:03:09: Weil ich sowas ja noch nie gemischt habe!
00:03:11: Und nun bin ich hier und spreche mit euch.
00:03:14: Das ist so toll!
00:03:15: Ich freue mich wirklich sehr dass du trotzdem sofort zugestimmt hast.
00:03:20: Ja Michaela vielleicht stellst du dich kurz vor damit unsere Zuhörnern dich auch ein bisschen kennenlernen noch?
00:03:27: Ja also gerne meine Leidenschaft das sind ja die Bücher und das Lieben.
00:03:30: Wir sind, so wie das bei euch die besondere Song für Kunst ist.
00:03:34: Und ich lese für mein Leben gern und außerdem finde ich ein wunderbarer Rückzugsort vom Trubel des Lebens.
00:03:42: Da finde ich meine Ruhe und natürlich auch Inspirationen.
00:03:46: Ganz besonders mag ich die Verbindung von Kunden zu Literatur und deswegen war es ja eigentlich noch eine Frage der Zeit oder dass wir beide da du ja auch sehr gerne liest uns auf Instagram begegnen.
00:04:00: Ich schreibe da über Bücher und euren Podcasts, habe ich von Beginn angehört.
00:04:04: Jede Folge!
00:04:05: Und nun freue ich mich, dass ihr Lust auf dieses Thema habt und bin sehr gespannt was uns gemeinsam zum Thema stille einfällt.
00:04:14: Ja toll!
00:04:16: Freut mich wirklich auch sehr das wir uns jetzt endlich persönlich kennenlernen liebe Michaela.
00:04:21: Also dank Britta sind wir auch auf Instagram schon länger verbandelt Und in unserem Vorgespräch habe ich tatsächlich gemerkt, dass wir einen ähnlichen Zugang zur Stille haben und das freut mich mega.
00:04:34: Ja, das freute mich auch voll!
00:04:35: Denn es habe ich gleich als wirklich sehr wohltuend empfunden.
00:04:39: Heute ist es ja an der Welt viel so laut und als eher stiller Mensch wird man
00:04:45: manchmal
00:04:45: da auch etwas seltsam wahrgenommen.
00:04:48: Allerdings rede ich ja doch auch gerne und fühle zu Themen die mich begeistern – und in meinem Job als Radarren.
00:04:55: In der Bank musste ich sowieso lernen, das Stille in meiner Persönlichkeit zu überbinden.
00:05:02: Ja es geht mir eben auch so aber lasst uns doch im Auto noch ein wenig über den persönlichen Zugang zur Stille sprechen.
00:05:09: jetzt starten wir erst mal mit der Kunst.
00:05:17: Mir fällt bei Stille sofort der Maler Wilhelm Hammerskoe ein.
00:05:22: Also das ist ein dänischer Maler, um neunzehntundertsechzehn ist er schon gestorben Und der gilt heute als einer der bedeutendsten nordeuropäischen Künstler so um nineteenhundert.
00:05:34: Der malte fast ausschließlich, so stille Innenräume und ganz oft eben von seiner koppen hagender Wohnung und immer in sehr gedämpften Farben.
00:05:44: also seine Fahrpalette umfasst grau weiß beige schwarz und das verstärkt für mich auch noch das Gefühl der Stelle.
00:05:52: kennt ihr seine Bilder eigentlich?
00:05:54: Diesen Maler kenne ich gar nicht, habe noch nicht mal von seinen Namen gehört.
00:05:59: Und was du da aber sagst, klingt für mich sehr regelsvoll.
00:06:02: Erzähl mein Jahr lieber Britta!
00:06:04: Also mir geht es ihm vor auch so – Ich kenn ihn gar nicht.
00:06:08: Aber sag mal das ist eigentlich gar nicht deine Zeit, Britta?
00:06:11: Du bist doch sonst eher in der zeitgenössischen Kunst unterwegs.
00:06:15: Ja absolut!
00:06:17: Die Zeit und die Werke sind eigentlich gar nie mein Beutischema.
00:06:21: Sag jetzt mal so... Aber ich bin durch ein ganz tolles Buch von Angelika Oberrad draufgekommen.
00:06:27: Der Roman heißt, sie dreht sich um und es geht um eine charakteristische Rückenfigur auf einem Bild und das malt Hamaskeu auch ganz oft.
00:06:37: Also meistens ist diese Figur seine Frau Ida.
00:06:40: Sie verharrt im Raum oder sie sitzt auf dem Stuhl oder die steht an der Tür Und die Figuren schauen immer weg und geben damit gar keine Emotionenpreis und schaffen so eine psychologische Distanz zum Betrachter irgendwie.
00:06:56: Das erinnert mich ein bisschen an die Figuren in den Räumen von Vermehr, auch wenn diese Figuren von vorne mehr von der Seite zu sehen sind?
00:07:06: Ja das stimmt ja auch.
00:07:08: dann irgendwas von stilles so.
00:07:10: aber bei Hammerscoy ist auch stark von Vermey beeinflusst worden.
00:07:16: Also zum Beispiel mit diesem seitlichen Lichtfenster, das finden wir bei Vermeer.
00:07:20: Es gibt es auch bei HammerScore ganz oft in diesen Raumansichten und diese Konzentration auf den Raum so als Hauptmotiv weiß ich gar nicht ob es bei Vermey auch so ist weil die Person ja doch auch ganz oft so sehr groß im Zentrum steht.
00:07:35: Ich finde HammerScare hat immer kleiner drin aber Licht spielt bei ihm auch gar nicht so eine dramatische Rolle, sondern das Sikrat irgendwie so ganz flächig und matt durch die Räume.
00:07:46: Deswegen auch obwohl die Farbpalette schon so reduziert ist, auch durch helldumte Kontraste gar nicht viel geboten wird Und die Bilder enthalten quasi keine Dekoration.
00:07:57: Die Wände, die Türen und die Böden – die sieht man eben Aber diese Reduktion entwickeln die Werke, sondern ich finde wie melancholischer Ruhe Na ja, stille eben.
00:08:11: Und zu Lebzeiten bei HammerScore international bekannt?
00:08:15: Aber der geriet echten Vergessenheit.
00:08:17: leider so.
00:08:18: seit den neunzentneinziger Jahren erlebt das eine Wiederentdeckung.
00:08:22: Hm, stimmt!
00:08:23: Also das Buch über HammerScare kenne ich natürlich auch nicht aber ich bin ja natürlich dankbar für diesen guten Lesetipp.
00:08:31: Das merke ich mir jedenfalls.
00:08:33: Bei den Rückenfiguren die du ansprichst fällt mir aber gleich Kaspar David Friedrich ein Aus den anderen Folgen eures Podcasts, die ich ja alle gehört habe, dass du ihn nicht so magst.
00:08:48: Aber bei mir ist es so, ich bin praktisch mit ihm frohes geworden.
00:08:52: Denn in meiner Familie wurde er sehr verehrt.
00:08:55: und was ich sagen will... Ich hab vor dem Münch am Meer schon viele Stunden verbracht!
00:09:01: Er hängt ja in der Berliner Nationalgalerie und ich finde dieses Bild so großartig.
00:09:07: Alles, was stiller so an Gläres symbolisieren, das erinnert sich für mich auf diesen Bild.
00:09:15: Ja, das ist wirklich ein großartiges Bild ganz toll!
00:09:17: Also ich fühle mich sofort damit verbunden und in mir kommt – ich muss sagen – eine Art starkes Sehnsuch auf wenn ich das Bild betrachte also die Sehensucht in der Rolle des Mönchs zu sein und auch dieses Wasser zu schauen und dann diese tolle Stimmung dann auch selber zu erleben Auch das Alleinsein, also da möchte ich gleich in der Rolle des Mönchens sein.
00:09:45: Genau!
00:09:47: Das Lustig geht mir tatsächlich nicht so.
00:09:52: Ja hier geht es.
00:09:55: Es gibt mir halt auch darum den Ort quasi zu genießen ohne andere Personen um mich herumzuhaben.
00:10:00: Das fühlt mich irgendwie... Nicht dass ich nicht gerne Menschen habe Aber ich brauche einfach diese Stille und das Alleinsein ab und zu.
00:10:07: Und das Bild, das gibt mir diese tiefe Erfüllung.
00:10:12: Ja ja also hier geht es da genauso wie dir.
00:10:15: Ja schön!
00:10:18: Ich muss gerade an seinen Namensfetter denken.
00:10:21: Kasper Wolff kennt ihr den Schweizer Male?
00:10:24: Nee noch nie gehört.
00:10:26: Nein ich kenne die natürlich auch nicht aber erzähl mal das.
00:10:29: Er
00:10:30: ist ein Vertreter der Romantik und vor allem bekannt durch seine Gletscherbilder.
00:10:36: Also er war wirklich einer der ersten, der ins Hochgebirge gewandert ist und dann die Landschaft dort fest gehalten hat.
00:10:43: Ja krass!
00:10:44: Damals gab es ja noch kaum Wege.
00:10:46: also das war auf jeden Fall eine große Herausforderung so zu reisen und sicherlich auch mit ganz schön viel Gefahren verbunden.
00:10:52: Ja absolut.
00:10:54: Wo bist du seinen Bildern zum ersten Mal begegnet Saskia?
00:10:58: Ja, tatsächlich im Studium.
00:10:59: Das war mein allererster Seminar in Kunstgeschichte und meine erste Arbeit habe ich also über ihn geschrieben.
00:11:06: Ah,
00:11:06: cool!
00:11:07: Schön!
00:11:08: Man erkennt seine Bilder relativ schnell.
00:11:11: Er bildet immer nur ein bis zwei Personen ab und dann meistens noch einen Hund.
00:11:16: Und die Personen sind winzig klein im Vergleich zur Landschaft.
00:11:21: Ja, ich habe mir hier gerade ein paar Bilder angeschaut parallel.
00:11:24: Also die Landschaften sehen wirklich beeindruckend aus!
00:11:27: Wow!
00:11:29: Ich finde, seine Bilder sind spannend.
00:11:32: Das ist so ein Spiel zwischen Stille und dieser majestätischen Landschaft aber dann auch noch diesen potenziellen Gefahren.
00:11:41: Ja absolut.
00:11:42: Übrigens wie immer an irgendeiner Stelle in unserem Podcast wird alles in den Schonennots verlinkt.
00:11:47: ihr könnt es euch auch anschauen.
00:11:49: Wirklich ein interessanter Mix
00:11:51: Diese Bilder.
00:11:51: Ja, also ich finde ja auch einen Raum der Stille so für sich zu finden.
00:11:55: das ist ein ganz schön großes Glück.
00:11:57: und ja gucken wir uns doch einfach mal dass heute allen kennt ihr diesen Raum der Stiller in Berlin auf dem Flughafen?
00:12:04: Der ist wirklich sehr gelungen.
00:12:08: Nein, den kenne ich nicht!
00:12:09: Also jetzt auf dem neuen Flughafe eigentlich im BER oder bei dem Alkfalt?
00:12:17: Du hast ja einige Räume der Stille mittlerweile quasi so gesammelt, wenn ich mich richtig erinnere.
00:12:23: Oder fallen die dir einfach auch besonders ins Auge?
00:12:27: Ja also kann sein... Ich schau da schon sehr drauf und an vielen Orten gibt es zum Beispiel auch in Krankenhäusern oder eben auch am Brandenburg-Tor in Berlin.
00:12:37: Da gibt es Räumel der Stilles und Kirchen sind ja nun auch gesehen noch Räumen der Stille wobei das vielleicht in dem Fall auch viel mit Respekt zu tun hat.
00:12:48: Ich bin ja tatsächlich gerne in Kirchen, weil es eben diese Stille da gibt.
00:12:53: Wobei ich habe angefangen im großen Städten eigentlich eher die kleineren Kirche zu besuchen.
00:12:58: Also in den bekannten Kirchen hat das auch so viele Leute und dann finde ich, wird das schnell wieder laut?
00:13:03: Ja, das stimmt.
00:13:05: Und ich war ja gerade in Wien und dann gibt es wirklich mitten in der Innenstadt diese Malteserkirche dass dort fast keine Leute hat.
00:13:18: Ich liebe auch den Duft von Weirach, dieser Duft ist für mich ein Traum.
00:13:25: Wie findest du denn solche Stilleräume, Michaela?
00:13:28: Naja also ich schaue da schon immer sehr bewusst und überall so nach Räumen der Stille und vielleicht ist das auch ein kleiner Splien inzwischen... Die Blutheken an sich sind ja auch ziemlich gut dafür geeignet aber die werden mehr und mehr zu räumen des öffentlichen Lebens.
00:13:45: Es ist immer viel tubellos und man muss da schon ganz schön nach besonderen Bibliotheken gucken, wie zum Beispiel in der Freien Uni.
00:13:52: In Berlin-Dalem also da ist es mega schön und das ist auch ein ganz irres Gebäude von einer Architektur her.
00:13:59: Ach toll!
00:14:00: Ich erliebe ja auch Biblioteken.
00:14:02: ich habe schon mal fast die angefangen zu sammeln nach Biblioteken, die so gar nicht besonders aussehen.
00:14:07: Und tatsächlich mag ich darin auch immer die Stelle sehr gern.
00:14:12: Nationalbibliothek immer gerne, die ist jetzt nicht besonders schön.
00:14:15: Aber ich mag auch tatsächlich diese Idee von Ruhe und Stille – in den Kirchen mag ich das auch!
00:14:22: Und den Raub im Brandburg-Attording kenne ich sogar dabei, aber das ist so irre lange her.
00:14:27: Ich glaube bei meinem nächsten Berlinbesuch muss sich dann nochmal ganz konkret hingehen.
00:14:32: Ja,
00:14:32: mach' das, dann treffen wir uns da vielleicht.
00:14:35: Schön.
00:14:36: Lass uns zusammen mit dem Raub der Stille gehen.
00:14:40: Und apropos stiller Raum fällt mir doch direkt wieder klein ein.
00:14:48: Dass du bei so vielen Themen immer wieder auf ihn kommst, das ist
00:14:53: aber wirklich mein.
00:14:54: ist es nicht irre dass er auch in seiner kunden hat verbindet den immer nur mit blau?
00:14:58: ja
00:14:58: voll.
00:14:59: Aber der hat auch einfach einen leeren raum gemacht.
00:15:03: also nicht nur einmal.
00:15:06: und zum Leereraum also Lehre verbinde ich Mitstille.
00:15:11: Und den Raum, den ich gesehen habe ist ein haues Lange in Krefeld und der ist auch wirklich ganz still.
00:15:20: also man darf auch sowieso nur allein rein das weiß gestrichen und dann gibt es so eine neon leuchte oben und die leuchtet halt so hell und wenn alles e-weiß gestrichend ist dann verschwimmen so die Grenzen also Wände Decke Und das sieht man alles gar nicht mehr, obwohl der Raum wirklich klein ist.
00:15:38: Also ich habe so eine verschwommende Wahrnehmung bekommen von sowas Unendlichem und das eben in absoluter Stille und die stellt sich dann auch in einem selber ein.
00:15:49: also das war total verrücktes Erlebnis.
00:15:52: Ja, also das finde ich richtig gut, dass du diesen Lernraum von Eve Klein erwähnst weil den kenn' ich nämlich überhaupt nicht und das klingt ziemlich aufregend, da ich mir das gerne mal ansehen würde.
00:16:04: Und in Nizza habe ich schon mal blaue Originale von Yves Klein gesehen.
00:16:08: Das kennt man ja so landläufig und da finde ich sehr faszinierend, kann Ihnen das auch nachvollziehen?
00:16:14: Deine Rückgeisterung!
00:16:15: Ja also diese blauen Bilder sind wirklich immer wieder toll.
00:16:19: Der Yves-Klein war schon auf wirklich vielfältig.
00:16:22: Also der ist ja viel zu früh gestorben.
00:16:23: Meine Güte, der ist ein französischer Künstler... Ich glaube er hatte zehn Jahre Schaffungszeit nur, weil er so jung gestorban ist.
00:16:33: Ja und dieser Lehrraum ist wirklich eine Erfahrung.
00:16:36: Also wann immer du mal irgendwo da im Ruhrgebiet bist, oder du griffelt einen Besuch am Städte.
00:16:41: Das stehe
00:16:42: ich mal deinem Plan an!
00:16:45: Ja also das Bild von Miro würde wunderbar reinpassen denn es ist auch ganz weiß bis auf einem kleinen blauen Punkt auf der rechten oberen Seite.
00:16:57: Ich habe das vor Jahren im Zentrum Paul Plein Bern gesehen Und es hat mich wirklich total gefestelt, gleich von Anfang an.
00:17:04: Also sein Titel ist Landschaft und dann in Klammen leere.
00:17:08: Kennt ihr das?
00:17:11: Natürlich nicht!
00:17:12: Aber ich ahnte schon dass es hier im Gespräch mit euch viele schöne neue Anregungen für mich geben wird.
00:17:19: Ja das Bild ist wirklich verrückt weil ich finde es ist auch so miro-untypisch eher man kennt den ja auch von Parfum und sodass er da so viel weiß hat.
00:17:29: Ja, das stimmt.
00:17:30: Man kann es gut mit dem Raum von Eve Klein in gewisser Weise vergleichen ja?
00:17:35: Ich habe damals eine interessante Beobachtung gemacht im Museum.
00:17:40: Beinahe alle Besucher sind an diesem Bild vorbeigelaufen.
00:17:44: nur ich und eine andere Person haben sich dann länger vor das Bild gestellt und sich wirklich darauf eingelassen.
00:17:50: Und wie hat sich das für dich angefühlt?
00:17:54: Also erst mal fand ich es witzig, dass dann zwischen dieser unbekannten Person und mir plötzlich seine Art der Connection entstanden ist.
00:18:02: Da wir ja beide so lange aufs Bild geschaut haben!
00:18:05: Und dann weiß ich noch wie ich dachte – auch wie schön das ist ein Mensch, der die Stille auch so mag!
00:18:12: Ganz genau!
00:18:13: Aber vielleicht hat da auch was ganz anderes gesehen oder gedacht?
00:18:17: Ja natürlich!
00:18:18: Es ging es wieder natürlich in den Sinn gekommen.
00:18:20: Das war so mein erster Gedanke Und es hat sich wie einfach schön angefühlt.
00:18:24: Ja, und wenn man das Bild dann so lange anzieht, da kommen ja plötzlich Fragen auf.
00:18:29: also was macht der Punkt da?
00:18:31: Weshalb ist der Rest weiß?
00:18:33: oder was ist diese Lehre?
00:18:35: Was macht die denn mit mir?
00:18:37: Das Auge will ja immer irgendwas erkennen.
00:18:40: Ja ganz genau!
00:18:41: Also für mich geht da in einem Fall eher ein Gedankenkarussell an und ich suche immer ziemlich oft noch einen Sinn.
00:18:50: Es wäre sicherlich manchmal besser, einfach
00:18:52: auf
00:18:54: das innere Gefühl zu hören und was mir das Gefühl der Erzählen will.
00:18:58: Aber das muss man dann auch aushalten!
00:19:01: Ja ja absolut geht mir auch so.
00:19:02: also bei mir war auch beides der Fall und ich denke die meisten Menschen sind dran vorbeigelaufen weil sie das Bild quasi in Sekunden erfasst haben und vielleicht haben sich sogar als langweilig abgetan.
00:19:17: Das kann ich mir vorstellen Und Lehre wird ja einfach auch ganz oft mit Langeweile in Verbindung gebracht.
00:19:24: Und Platz für die Lehre oder die Langeweile ist in unserer Gesellschaft heute eigentlich gar nicht mehr vorgesehen und damit im Prinzip es auch nicht mehr viel Platz für Stille vorhanden so.
00:19:38: Ja, das stimmt auch irgendwie.
00:19:39: Denken ist ja auch irgendwie die Lehren und ein Ergebnis vom Denken sieht man ja erst wenn man aus dem Denken was macht.
00:19:47: Unsere Gesellschaft ist noch mal auf Effizienz und Leidbestung
00:19:50: ausgelegt.
00:19:51: Aber die Lehrer, die Stille muss man dann wirklich auch mal aushalten.
00:19:56: Denn genau dann erst entsteht ja auch was Neues.
00:20:00: Ja absolut!
00:20:02: Also ich finde die Stile nicht immer aber sehr oft inspirierend.
00:20:09: Aber lass uns zu einer anderen Stille wechseln eine, die auch unangenehm sein kann.
00:20:14: also vielleicht wir werden es gleich sehen.
00:20:17: Lasst uns über die Performance-Künstlerin Marina Abramowic sprechen.
00:20:21: Aha, ja das ist immer verstörend!
00:20:26: Die ist mir dann natürlich auch gleich in den Sinn gekommen als du das Wort Unternehmen ausgesprochen hast.
00:20:34: Sie hat ja stille praktisch zu einer Kunstform erhoben und ich erinnere mich an diese Performance, sieartes ist present dieses Stillen gegenüber sitzen beieinander in die Augen sehen im Hörgarmoma.
00:20:49: Also da hätte ich am liebsten mitgemacht, aber man konnte auf den Gesichtern der Besucherinnen und Besucher die unterschiedlichsten Emotionen ablesen.
00:20:58: Ich habe auch die Autobiografie von Marina Abramowitsch gelesen durch Mauern gehen und da hab' ich übrigens was Tolles gefunden.
00:21:06: Das möchte ich euch hier mal kurz vorlesen.
00:21:10: Sie sagt ein Künstler muss die Stille verstehen.
00:21:15: Ein Künstler muss in seinem Werk Raum für Stille schaffen.
00:21:19: Die Stille ist wie eine Insel inmitten eines aufgewühlten Meeres!
00:21:25: Ist das nicht schön?
00:21:26: Also kennt ihr dieses Buch?
00:21:28: Ja, es ist wirklich ein tolles Zitat.
00:21:30: ich fühle mich gleich auch angesprochen irgendwie.
00:21:35: Das Buch kenne ich tatsächlich noch nicht aber danke vielmals für deinen Tipp.
00:21:39: Kennst du es bitte?
00:21:42: Ja, ich habe das Buch tatsächlich vor ein paar Jahren gelesen.
00:21:45: Ich fand es auch total beeindruckend.
00:21:47: Denk mal dran!
00:21:47: Wenn wir uns das nächste Mal sehen... ...ich bring's dir mit und leist dir voll gerne aus.
00:21:51: Ich finde Abramowicz hat dort für mich so sehr anschaulich erklärt warum sie in so vielen Arbeiten mit Schmerz gearbeitet hat oder sich verbunden fühlt.
00:22:02: Das hab' ich vorher gar nicht richtig begriffen und fand es über die Maße verstörend dass er sich selber so oft schmerzt geführt hat.
00:22:12: Aber das hat sie in einem Buch gut erklärt, ne?
00:22:14: Ja.
00:22:14: Und das andere Thema ist eben da die Stille.
00:22:17: Das fand ich... Also diese The Artist's Presence fand ich auch wirklich unglaublich!
00:22:22: Wir haben ja auch schon darüber gesprochen und ich fand es so verstören einfach dieser Schmerz in ihren Arbeiten.
00:22:28: Ich war letztes Jahr im Kunsthaus und habe dort die Ausstellung gesehen.
00:22:33: Wir hatten das sehr schon besprochen, Britta.
00:22:35: Es ging mir echt unter die Haut, also ich war wirklich aufgewühlt und irgendwie so getrickert
00:22:40: Ja, total.
00:22:42: Das verstehe ich sehr.
00:22:43: Also es ist eine wirklich krasse Arbeit, die ja heute noch auf Video betrachtet werden können dabei.
00:22:50: Ja das geht kompetiv.
00:22:52: und nochmal so ein bisschen andere Abramovic habe ich hier in Frankfurt mal erlebt.
00:22:57: Da hatte sie so ne Veranstaltung... Sie hat ja so ne Achtsamkeits- und Konzentrationspraxis entwickelt.
00:23:05: Ziel dabei war das mit Ritualen Wie lange es schweigen oder zählen von Reiskörnern.
00:23:14: Und man konnte so Reisköner und Linzen, glaube ich auseinandersortieren.
00:23:18: Es war ein Gegenmittel für gegendigitale Reizüberflutung und dass man mehr abschalten kann und die Wahrnehmungen schärfen soll.
00:23:29: Ihrer Meinung nach konnte das kreative Blockaden lösen.
00:23:34: Am besten hat mir dabei gefallen, einer fremden Person gegenüber sitzt, also das ist so ein bisschen dieses The Artist is present nachempfunden.
00:23:44: Also man konnte eben durch diesen riesigen Raum gehen an verschiedenen Stationen verschiedene Dinge machen und unter anderem haben sich immer mal wieder Leute die sich wirklich nicht kannten auf diese beiden gegenüberliegenden Stühle gesetzt und dann sollte man sich ganz lange in die Augen sehen was ja total intensiv ist.
00:24:03: ich meine wann macht man das schon mal insbesondere eine fremden Person ganz lange in die Augen zu schauen.
00:24:09: Und ich hab das dann ein paar Mal gemacht, weil ich das Gefühl in mir ganz verrückt fand.
00:24:15: Das war irgendwie komisch aber es hat sich auch gut angefühlt.
00:24:21: Ich habe vorher so gar nicht gedacht und dieses Erlebnis bietet sich sonst einem ja auch gar nicht.
00:24:26: Fand ich toll!
00:24:27: Ja da hast du völlig recht.
00:24:28: also da fehlt mir natürlich noch ein Erlebnissein.
00:24:31: was ich hatte bis war zu korrekt Wunderzeit und erinnert euch, Kultur war geschlossen.
00:24:37: Alle Kultureinrichtungen, Museen, Konzerte oder so weiter...
00:24:42: Ja, aber gruselig!
00:24:45: Da gab es eine Gelegenheit, da wurde angeboten ein eins zu eins Konzert und da habe ich mir so eine Karte gekauft.
00:24:52: Ich war neugierig und wusste ja nicht wer und was das für mich gespielt ist.
00:24:58: die Künstlerin und ich, sie wurden da so in ein Raum geführt.
00:25:03: Und wir sahen uns tief in die Augen... es gab die Anweisung sozusagen, wir sollten nicht miteinander sprechen.
00:25:11: Dann haben wir geatmet und auf einmal war das im Gleichklang.
00:25:15: Es synchronisierte sich unser Atem total verrückt und im ersten Moment auch unangenehm.
00:25:24: Also ich war ganz schön aufgeregt, so ein bisschen feuchter Hände, so wie jetzt auch vielleicht und dann war das nachher so fambos und vielleicht, da stand immer noch wieder wirklich so gerne dran und vielleicht war es eines der intensivsten Kunsterlebnisse.
00:25:46: Ja cool!
00:25:46: Ich bekomme gleich Gänsehard wenn du das so erzählst.
00:25:49: So cool?
00:25:50: Das war klasse.
00:25:52: Ja und toll, dass du auch das Thema in der Musik jetzt aufgreifst.
00:25:56: Weil das ist natürlich auch eine Kunstform und sollte nicht vergessen werden.
00:26:00: Britta hast du da eine bestimmte Erinnerung?
00:26:04: Ja beim Thema Musik und Stille fällt mir natürlich direkt dieses wirklich verrückte Musik-Stück von John Cage ein – vierdreien dreißig halt heißt es.
00:26:15: Das ist wirklich crazy!
00:26:16: Also die Komposition besteht aus drei Sätzen ohne gespielten Ton also Ohne einen einzigen Ton.
00:26:24: Das hat Kate schon twoinzehn-fünfzig gemacht!
00:26:28: Der Gedanke dahinter ist, stille als Rahmen zu haben um was Zufälliges hörbar zu machen was irgendwie in der Umgebung ist.
00:26:36: Also ist das nicht verrückt?
00:26:37: Vier Minuten drei und dreißig so lange
00:26:39: spielt?!
00:26:40: Das muss man ja auch an Anführungszeichen setzen.
00:26:42: dieses Stück wirklich... Nichts!
00:26:46: Ja es ist crazy.
00:26:48: Ich habe mir jetzt gerade vorgestellt, wie dann Leute husten oder irgendwas auspacken aus der Tasche.
00:26:56: Weil sie unangenehm sind.
00:26:57: Ich glaube man hört Stecknadel fallen.
00:26:59: Wahrscheinlich.
00:27:01: aber ja, richtig coole Idee!
00:27:02: Ich muss tatsächlich an Berthofens neunte denken... Also diese Stille dazwischen?
00:27:13: Das Werk wäre nur halb so imposant.
00:27:18: Ich hatte mal ein Trommelkonzert in der Tonhalle in Zürich vor ein paar Jahren.
00:27:23: Und ich meine, Trommeln sind mega laut oder?
00:27:25: Ja.
00:27:26: Ich habe das so beklemmend und irgendwann hab' ich das so wie zugelassen und dann hat sich immer so einen wirklichen Raum geöffnet.
00:27:34: und dass was so ein tolles Erlebnis ist also muss nicht immer still sein es kann quasi auch laut sein und wenn du dich drauf einlässt dann irgendwie... Es macht etwas mit dir ja ne?
00:27:45: Aber was ich eigentlich fragen wollte Die kurze Stille nach einem Konzert und vor dem Klatschen.
00:27:51: Ich meine, das ist doch einfach magisch oder?
00:27:54: Ihr kennt es sicher auch!
00:27:56: Oh ja... Es ist mir
00:27:57: also
00:27:58: so richtig wichtig sage ich mal und ich warte immer darauf.
00:28:02: Also die Stilde nach den letzten Tonen im Konzern und wenn das dann gelingt.
00:28:07: Ja, alles ist still.
00:28:11: Das ist für mich dann wirklich so ein Moment der macht nicht so happy, so glücklich.
00:28:16: Dann ist da immer so eine Spannung und Energie.
00:28:19: Und das zu spüren, ist großartig.
00:28:23: Ich mag es auch sehr wirklich so sehr.
00:28:26: Wir gehen ja regelmäßig in die Oper hier in Frankfurt.
00:28:29: Da ärgere ich mich dann manchmal weil manche sind so schnell dabei zu klatschen.
00:28:34: also hat sich über die Jahre ein bisschen verändert als ob Also weiß ich gar nicht ob sich der Kenner zeigen möchte dass er sofort war.
00:28:43: jetzt ist aber wirklich schlusslos klatschen oder vielleicht einfach gleich bravo oder braver rufen.
00:28:49: Ja, das ist aber in den Kulturen unterschiedlich.
00:28:52: Also es wird ja unterschiedlich praktiziert.
00:28:54: Deswegen brava ist dann vielleicht nicht gerade so deutsch.
00:28:59: Auch Deutsche meinen ja sie müssten mit bravo- oder bravarrufen der Künstlerin und dem Künstler irgendwie direkt besonders viel Applaus geben was ja auch schön ist nur wenn's da nicht mal ein paar Sekunden noch ruhig ist.
00:29:13: danach Ja, weil ich den Moment auch sehr liebe.
00:29:20: Ich war aus Kind oft mit meiner Mutter in der Oper und wollte natürlich dann immer gleich klatschen.
00:29:25: Und sie hat mich immer gerügt gesagt Nein, hier
00:29:27: nicht!
00:29:29: Wurde
00:29:29: quasi ertogen gleich von Anstrengungen.
00:29:31: Ja
00:29:31: ja so wurde ich auch erzogen doch
00:29:33: doch.
00:29:34: Na ja genau man weiß ja manchmal zwischendurch nicht wenn man das Stück nicht wirklich gut kennt.
00:29:38: Aber bis jetzt
00:29:39: endet es oder nicht?
00:29:40: Weil es immer so stille Momente kurz gibt zwischen durch.
00:29:44: Ja.
00:29:45: Jetzt haben wir echt voll viel über Musik gesprochen und auch über Kunstwerke, ein paar Bücher waren auch noch mit dabei.
00:29:53: aber da das ja dein Spezialgebiet ist, was Eila magst du unseren Zuhörern und Zuhören noch einen Tipp geben?
00:30:00: So ein Buchtipp?
00:30:01: Ja also da gibt es ultimativ der Buchtipp vielleicht zum Thema Stille ganz einfach.
00:30:08: Stille ist der Titel und das ist von Erling Horgeh.
00:30:11: also das ist enorm.
00:30:17: Ja, großartig.
00:30:18: Ich liebe das Buch!
00:30:20: Aber es ist ja vor ungefähr einem Jahr, wenn ich's gelesen habe... ...ich hab' das im Shop der Kartenhause Ittingen gefunden
00:30:28: und
00:30:29: da hat sie übrigens eine ganz tolle Bücherauswahl.
00:30:31: also falls du es ganz zufällig mal in Ittingem bist mit Karilla, bitte unbedingt dort!
00:30:36: Weil wo das jetzt
00:30:36: auf der Karte?
00:30:38: Genau!
00:30:43: Auf jeden Fall, ich finde dort immer irgendetwas.
00:30:47: Und wenn wir gerade darüber sprechen Klöster sind ja auch Orte der Stille und heutzutage gibt es wirklich in vielen Klössernstille Angebote.
00:30:57: da können die stressen Städter sich für ein paar Tage im Kloster zurückziehen und Energie tanken.
00:31:04: Ich habe das tatsächlich auch in der Katase Ittingen gemacht drei Tage lang und das war echt ein tolles Erlebnis.
00:31:11: Jetzt habe ich noch nie gemacht, so ganz, ganz still.
00:31:17: Ja?
00:31:17: Sollte mich auch sehr reizen, ehrlich gesagt!
00:31:21: Wir gehen zusammen mit Riccardo aus, eh Michael.
00:31:23: Ich
00:31:25: finde
00:31:25: die Britta besucht uns dann.
00:31:29: Wenn ihr eine halbe Stunde zwischendurch reden dürft, ne eine halb Stunde haltet, stellt es schon auch aus... Ja, Michaela, wir möchten dir das Abschlusswort geben.
00:31:40: Hast du Lust unseren Zuhörenden noch was mit auf den Weg zu geben?
00:31:44: Denn durch dich sind wir ja auch auf das Thema Stille gekommen und jetzt darfst du nochmal schöne Gedanken auf den weggeben!
00:31:51: Oh,
00:31:51: danke.
00:31:52: Danke, wie geht's denn?
00:31:53: Ja also ein paar Fragen
00:31:56: die jeder
00:31:57: und jeder für sich beantworten kann.
00:32:00: ist euch stille eher unangenehm?
00:32:03: wo findet ihr stille?
00:32:06: ist stiller eine Kunstform für euch, wie Marina Abrowicz sagt.
00:32:10: Also gebt uns gerne Feedback und wir sind dann sehr gespannt darauf!
00:32:20: Ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhöre jetzt sind wir schon wieder am Ende unserer Folge angekommen.
00:32:25: ich hoffe sie hat euch gefallen.
00:32:27: und ja verrückt wie viele unterschiedliche Kunstwerke wir nun im Zusammenhang mit der Stille besprochen haben und Musik und Bücher.
00:32:36: Und es ist immer wieder eine schöne Überraschung für mich, wenn ich feststelle wie vielfältig die Kunst einfach ist zu irgendwelchen Themen.
00:32:44: Ich bin wirklich begeistert.
00:32:46: Ja, geht mir auch so!
00:32:47: Ich finde es sehr schön was wir da alles zusammengetragen haben.
00:32:51: Zuletzt möchte ich dich fragen Britta, was bedeutet Stelle denn für dich?
00:32:55: Also für mich symbolisiert die Stelle Luxus in einer Larottenwelt.
00:33:01: Ich mag es schon oft auch laut, also nette Arm mit Freunden im Restaurant.
00:33:05: Mit viel Unterhaltung, das Lautmusik zum Tanzen finde ich muss laut sein.
00:33:09: Ich liebe es tatsächlich in der Großstadt zu leben.
00:33:12: Auch wenn Frankfurt nur immer so tut als ob sie eine Großstadt ist und ich mag auch das Hintergrundrauschen einer Stadt sehr gerne.
00:33:21: aber zum Auftanken zwischen durchbräuchten natürlich auch Stelle.
00:33:24: Also meine persönlichen Batterien brauchen diese Balance um Energie zu bekommen und zu behalten.
00:33:30: Und dann muss es auch mal still sein zwischendurch.
00:33:33: Das mag ich sehr!
00:33:34: Bei dir, Michaela?
00:33:36: Wie ist das da?
00:33:37: Ja also mein Bedürfnis nach Stille ist schon ganz schön groß und wenn ich ein paar Tage hintereinander so aufliegende Erlebnisse hatte wie beispielsweise auf der Gugmesser – und das ist ja in Frankfurt, da ist dann schon ganz schnell was los – dann brauche ich anschließend dringend Ruhe zum Schreiben, Denken oder natürlich zum Lesen.
00:33:57: Und wie ist es bei dir, Saskia?
00:33:58: Was bedeutet denn Stille für dich.
00:34:00: Also wir haben ja gemerkt im Vorgespräch dass wir uns hier schon recht ähnlich sind oder?
00:34:06: Ja absolut!
00:34:08: Mir geht das wirklich wie dir.
00:34:09: wenn ich viel erlebt habe brauche ich wirklich dringend Stille und Zeit für mich alleine und eigentlich auch nach so einem richtig intensiven Arbeitsalltag.
00:34:19: Es hat einige Jahre gedauert bis sich mein Bedürfnis nach Stille entdeckt habe Und dann muss man sich auch Zeit dafür nehmen.
00:34:27: Das ist dann noch mal was anderes.
00:34:30: und ja, vor allem wenn man in einer Partnerschaft lebt, das ist dann nochmal eine andere Challenge.
00:34:36: Ja und eigentlich muss ich sagen, ich bin süchtig geworden nach dieser Stelle.
00:34:39: Es
00:34:40: ist
00:34:41: wie so ein Grundbedürfnis von mir!
00:34:44: Ich sind für sie täglich also... Wenn ich sie da nicht habe, weil ich so nervös und irgendwie so ein bisschen bütenklar bin.
00:34:52: Ja, das soll
00:34:53: ja nicht auch
00:34:56: so.
00:34:56: Wenn ich nur schon eine kleine Meditation habe mit des Fleischfischern...
00:35:01: Das mache ich auch gerne, dass sich zwischendurch meditiere und finde diese Stille auch großartig weil sich quasi der Raum öffnet für alle möglichen Gedanken die sonst glaube ich wenn es so laut ist nicht da sind.
00:35:13: also dann fängt schon noch so ein Gedankenkarussell an muss nicht unbedingt unangenehm sein sehr oft mit Unangenehmen verbunden aber Öhrer, dass das dann halt in der Stille passiert?
00:35:24: Ja ja.
00:35:25: Passt du das auch?
00:35:26: Ja natürlich!
00:35:28: Das geht auf den Karussell.
00:35:30: Manchmal mehr manchmal weniger und dann gibt es Tage da ist das crazy.
00:35:34: aber ich denke wenn man es einmal geschafft hat diese Stille wie bewusst zu hören für mich zumindest wirklich so eine Offenbarung.
00:35:43: also das klingt jetzt vielleicht ein bisschen psychospirituell aber das ist für mich einfach wirklich bereichernd.
00:35:50: Für mich ist die Stille die Basis von allem.
00:35:53: Und die Töne, die entstehen aus dieser Stille und kehren dann wieder in diese Stille zurück.
00:35:57: Diese Vorstellung ermöglicht es mir eigentlich dann die Stile zu hören in der Meditation?
00:36:02: Also ich weiß nicht ob jetzt das so abstrakt
00:36:04: ist.
00:36:04: oder
00:36:04: steht dir was ich meine?
00:36:07: Ja total!
00:36:09: Ich weiß genau, was du meinst und ich finde das wertvoller als alles, was man so kaufen kann.
00:36:14: also es ist ein echtes Luxusgut in einer heutigen hektischen Zeit.
00:36:19: Ja, absolut.
00:36:20: Es ist goldwert.
00:36:22: Ich denke viele Menschen haben eigentlich Angst vor der Stille weil man dann ja plötzlich mit sich in Kontakt kommt und wahrscheinlich auch unangenehme Fragen auftauchen oder Gefühle die man nicht fühlen will?
00:36:35: Ja das glaube ich auch dass das bei vielen Menschen so ist und der Alltag auch gar nicht so wahnsinnig.
00:36:42: viele Möglichkeiten gibt es so.
00:36:44: also man muss wie du das ja auch schon gesagt hast sich wirklich ganz bewusst die Zeit nehmen Und die Herausforderung annehmen, sich so in die Stille zu begeben.
00:36:53: Macht das immer noch mal ab und zu zwischendurch?
00:36:57: Aber Du Sasuke, du machst ja sogar einmal im Jahr auch eine stille Woche oder ein paar Tage, wie Du vorhin erzählt hast.
00:37:03: Das stelle ich mir tatsächlich sehr herausfordernd vor!
00:37:06: Ja, ich habe die jetzt gerade hinten mehr.
00:37:09: Also es ist wirklich... Ich versuche mir sieben Tage einzurichten.
00:37:12: Manchmal klappt's nicht, manchmal sind es dann vier oder fünf.
00:37:16: Und ich muss zugeben, die ersten zwei bis drei Tage sind wirklich hart.
00:37:20: Also so ganz ohne Input... Man gewöhnt sich daran aber man muss sich eben aushalten und am Schluss ist es wirklich extrem entspannend und die besten Ideen kommen mir immer wenn ich die Stille dann voll zulassen.
00:37:38: Ja krass klingt wirklich sehr spannend!
00:37:40: Ich glaube auch dass das ein gutes Erlebnis ist, bin mir gar nicht sicher Heißt drauf, bin so viel Stille zu erleben.
00:37:47: Um mir eine ganze Woche dafür zu nehmen... Ja also ich hoffe wir konnten euch einen Einblick geben in Kunst, Kultur und in unsere ganz persönlichen stille Erlebnisse.
00:38:00: Wir schließen damit für heute.
00:38:02: Und ganz toll dass du mit dabei warst Michaela.
00:38:05: Es war wirklich sehr schön.
00:38:07: Ganz vielen lieben Dank Also auch für das gute Gespräch mit euch.
00:38:10: Ich bin jetzt so voller Neugier auf die Kunst Werke, die ihr ja angesprochen habt und die ich ja nicht so kenne.
00:38:17: Und ich werde bestimmt auf unser schönes Thema zukünftig noch mehr achten, ja?
00:38:21: So ein Interesse stellt.
00:38:22: die Wahrnehmung ist ja immer so.
00:38:24: Ja
00:38:25: danke!
00:38:26: Danke auch von mir Michaela.
00:38:28: das war wirklich toll.
00:38:29: schön dass du dabei warst.
00:38:31: Ja und wie immer wir freuen uns wirklich ganz ganz doll wenn ihr unseren Podcast liked im einige Sterne gebt also vielleicht sogar fünf vielleicht einen Kommentar drunter Sechs
00:38:42: Sterne, nein gibt's gar nicht.
00:38:44: Ja, wir freuen uns auf jeden Fall über deine Empfehlung und das hilft uns nämlich sichtbar zu sein und zu bleiben.
00:38:51: Danke dir!
00:38:52: Genau, danke!
00:39:13: Tschüss!